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Media-Expo in Paraná: Kultur, Geschichte und Begegnung

  • 9. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Apr.

Am 16. März fand im Kulturzentrum Casa Grande in Paraná (Provinz Entre Ríos) die Media-Expo statt. Die Veranstaltung veranschaulichte die Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen in Argentinien und bot zugleich eine Plattform für Austausch, Präsentationen und Begegnungen.


Zu den Teilnehmenden gehörten Einwohnerinnen und Einwohner aus Paraná sowie aus der Umgebung. Besonders bemerkenswert war, dass einige Gäste eigens aus General Ramírez angereist waren, das rund 60 Kilometer von Paraná entfernt liegt.


Im Rahmen der Expo wurden verschiedene Projekte, Publikationen und Initiativen vorgestellt, die sich mit dem kulturellen Erbe der Wolgadeutschen befassen. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Präsentation einer Broschüre über die Reise der Initiativgruppe „Warum nicht Südamerika“ durch wolgadeutsche Dörfer in Argentinien. Die Publikation wurde von der IDRH gGmbH und der Riwwel gUG erarbeitet und zweisprachig – auf Spanisch und Deutsch – veröffentlicht. Vorgestellt wurde dabei auch die Herangehensweise von Pablo Kriger (Warum nicht Südamerika) und Katharina Haupt (IDRH gGmbH).




Darüber hinaus wurde das Magazin „Brückenbauer Revista“ präsentiert, das sich thematisch mit den Wolgadeutschen in Argentinien beschäftigt. Die Beiträge werden von Federico Dome und Leonardo Kerbs verfasst. Federico Dome und Paulina Hoffmann gaben Einblicke in die redaktionelle Arbeit und riefen insbesondere jüngere Menschen dazu auf, sich mit eigenen Beiträgen an der Aufarbeitung der Geschichte zu beteiligen.


Paulina Hoffmann stellte außerdem ihre Medienprojekte über die Wolgadeutschen vor, die sie auf Plattformen wie TikTok und Instagram veröffentlicht.


Die Veranstaltung wurde mit Grußworten eröffnet. José Gareis, Präsident der Confederación Argentina de Colectividades, hob die Bedeutung kultureller Vielfalt in Argentinien hervor. Leandro Jacobi, Direktor für institutionelle Beziehungen der Provinz Entre Ríos, betonte die Rolle regionaler Zusammenarbeit beim Erhalt von Minderheitenkulturen. Gabriel Podevils, Teamleiter Lateinamerika der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, stellte die Arbeit der Stiftung und ihr Engagement für die wolgadeutsche Gemeinschaft vor.


Auch Nikita Heidt von der Riwwel gUG richtete ein Grußwort an die Teilnehmenden und unterstrich die Bedeutung der Kultur und Geschichte der Wolgadeutschen – nicht nur im Kontext der Geschichte der Russlanddeutschen, sondern auch als Teil der gesamtdeutschen Kultur. Zugleich sprach er dem anwesenden Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, seinen Dank für die Aufmerksamkeit gegenüber den Wolgadeutschen sowie für die Anerkennung dieser Gruppe als Teil des deutschen Kulturkreises und der Kultur der Russlanddeutschen in Deutschland aus.


Die deutsche Delegation war breit vertreten. Unter der Leitung des Beauftragten nahmen neben Vertreterinnen und Vertretern der Riwwel gUG, der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Initiative „Warum nicht Südamerika“ auch der Leiter des Kulturreferats der Russlanddeutschen, Edwin Warkentin, sowie der Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Buenos Aires, Dr. Tomas Konrad, teil.



Ein weiteres Highlight war die Ausstellung „Wolgadeutsches Kulturerbe in Argentinien“, die von der Stiftung Verbundenheit in Kooperation mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland präsentiert wurde.


Im Anschluss fanden Diskussionsrunden statt, bei denen die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen, Publikationen erhalten und an einer Verlosung teilnehmen konnten.


Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine kleine Show von Dario Wendler in den Rollen „Vetter Clemens und Wäes Anna“, die bei argentinischem Wein für eine lebendige und unterhaltsame Atmosphäre sorgte. Die Media-Expo bot somit nicht nur informative Einblicke in die Geschichte der Wolgadeutschen, sondern auch Raum für Austausch, Vernetzung und kulturelle Begegnungen.

Die Veranstaltung wurde von Riwwel gUG, der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der Initiative „Warum nicht Südamerika“ organisiert, mit Unterstützung von Casa Grande, der Municipalidad de Valle María und der Confederación Argentina de Colectividades.


Für die Fotos bedanken wir uns herzlich bei Katharina Haupt (IDRH gGmbH). Ein besonderer Dank gilt zudem Pablo Kriger („Warum nicht Südamerika“) für die Vorbereitung des Veranstaltungsraums.


Partner Publikationen zur Media-Expo:

 
 
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